Mit der RelSci­Com 2026 brachte REMID e.V. mit dem Koop­er­a­tionspart­ner INFORM, ein­er britis­chen NGO, die sich für sach­liche Infor­ma­tionsver­mit­tlung zu neuen religiösen Bewe­gun­gen und Minorität­sre­li­gio­nen ein­set­zt, eine Work­shoprei­he in die Reli­gion­swis­senschaft, die reli­gion­swis­senschaftliche Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion in den Vorder­grund stellt. Die RelSci­Com 2026 fol­gt dem über­ge­ord­neten Ziel der Sicht­bar­ma­chung der Reli­gion­swis­senschaft in der bre­it­en Öffentlichkeit, indem sie Religionsforscher*innen mit ein­er Work­shoprei­he zu den ver­schiede­nen Kom­pe­ten­zen, Strate­gien und der aktuellen Sit­u­a­tion der reli­gion­swis­senschaftlichen Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion mit dem notwendi­gen Wis­sen und hil­fre­ichem Handw­erk­szeug ausstat­tet, um ihre eigene Forschung in gesellschaftliche Diskurse einzubrin­gen. Durch die großzügige finanzielle Förderung durch die DVRW kon­nte die RelSci­Com 2026 an vier Work­shop­ta­gen im Jan­u­ar, Feb­ru­ar, März und April kosten­los für Mas­ter­studierende, Promovend*innen, Post-Docs ange­boten wer­den.

Die RelSci­Com 2026 knüpft an den großen Erfolg der Rel­Wis­sKomm Spring School an, die im Früh­jahr 2025 in Koop­er­a­tion mit der Uni­ver­sität Tübin­gen und mit fre­undlich­er finanzieller Unter­stützung der DVRW als ein dig­i­tales Block­sem­i­nar zu den Grund­la­gen reli­gion­swis­senschaftlich­er Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion für deutschsprachige Studierende durchge­führt wurde. Nach­dem die Rel­Wis­sKomm 2025 primär an Studierende gerichtet war, lag 2026 der Fokus der RelSci­Com auf ear­ly career researchers. Primär dien­ten die Work­shops als Unter­stützung für Forschende, ihre eigene Wis­senschaft und Ergeb­nisse für die Gesellschaft sicht­bar und anschlussfähig zu machen. 

Vorstel­lung von REMID mit Grün­dungsmit­glied Prof. Dr. Edith Franke
Vorstel­lung von INFORM mit Grün­derin Prof. Dr. Eileen Bark­er

Als inter­na­tion­al aus­gerichtetes For­mat fan­den die Work­shops dig­i­tal und auf Englisch statt. So wurde ermöglicht, dass Teil­nehmende u. a. aus UK, Deutsch­land, der Schweiz und den Nieder­lan­den dabei sein kon­nten. Mit 55 Teil­nehmenden ins­ge­samt war die RelSci­Com aus­ge­bucht. Zehn dieser Teil­nehmenden besucht­en jeden der vier Work­shops und erhiel­ten im Anschluss ein Zer­ti­fikat von REMID und INFORM. 

Das Ziel der RelSci­Com 2026 lag in der Ver­mit­tlung von Fähigkeit­en, Meth­o­d­en und Ressourcen, um die eigene reli­gion­swis­senschaftliche Forschung effek­tiv und ziel­gerichtet in die bre­ite Öffentlichkeit zu kom­mu­nizieren. Es geht nicht um all­ge­meine Öffentlichkeit­sar­beit, son­dern um die Entwick­lung pass­ge­nauer Kom­mu­nika­tion­sstrate­gien, die auf Basis der indi­vidu­ellen Forschung entste­hen, und diese sicht­bar, ver­ständlich und in öffentlichen Diskursen anschlussfähig zu machen.

Im ersten Work­shop am 16. Jan­u­ar 2026 Why Go Pub­lic? behan­del­ten wir die Frage, warum Religionswissenschaftler*innen den Schritt wagen (soll­ten), ihre Forschung proak­tiv in die Gesellschaft zu kom­mu­nizieren und in den Dia­log zu treten. Am 13. Feb­ru­ar 2026 ging es im zweit­en Work­shop um Self-Mar­ket­ing and Social Media. Es wurde the­ma­tisiert, welche Plat­tfor­men es gibt, wie man diese am besten bespielt und was es bedeutet, als öffentlich agierende*r  Wissenschaftler*in selb­st aktiv in den sozialen Medi­en zu wer­den. Daten­banken und Dia­log standen am drit­ten Work­shop­tag am 13. März 2026 im Zen­trum, bei dem es um Knowl­edge Exchange and Your Exper­tise ging. Der finale Work­shop am 17. April 2026 mit dem Titel Jobs, Social Trans­for­ma­tions and Impact han­delte von der Frage nach Zukun­ftsper­spek­tiv­en, Verän­derung­sprozessen, die in Bezug auf Wis­sKomm beobacht­bar sind, und dem Ein­fluss, den die Reli­gion­swis­senschaft auf gesellschaftliche Debat­ten haben kann. 

In jedem Work­shop waren erfahrene Religionswissenschaftler*innen und Kolleg*innen aus der Prax­is zu Gast, die in Podi­ums­diskus­sio­nen ihre Erfahrun­gen teil­ten. In wis­senschaftlich fundierten Inputs wur­den wichtige Aspek­te der Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion vorgestellt — zum Beispiel ging es um die Bedeu­tung von Wis­sKomm für die Reli­gion­swis­senschaft, um Plat­tform­logiken bei den sozialen Medi­en, um die Rolle als pub­lic schol­ar oder um Kom­mu­nika­tion mit Journalist*innen. Mit prax­is­na­hen Übun­gen wurde sichergestellt, dass das Wis­sen direkt angewen­det wurde. 

Work­shop von Anna Kira Hip­pert: Reli­gious Stud­ies Goes Social Media

Im aktiv­en Aus­tausch und mit prak­tis­chen Übun­gen gelang es so, in den Work­shops eine bre­ite, wis­senschaftlich fundierte und an der Prax­is ori­en­tierte Ver­mit­tlung von wertvollen Meth­o­d­en, Ressourcen und Erfahrungs­bericht­en zu ermöglichen. Obwohl die RelSci­Com 2026 vor­bei ist, ste­hen REMID und INFORM weit­er im engen Aus­tausch und pla­nen attrak­tive For­mate zur Stärkung der reli­gion­swis­senschaftlichen Wis­sKomm in den kom­menden Jahren.

Geplant und umge­set­zt wurde die RelSci­Com 2026 von Mona Stumpe, Dun­ja Shar­bat Dar, Marie-Ron­ja Schmidt-Knä­bel und Isis Mru­gal­la-Kalm­bach­er von REMID sowie von Suzanne New­combe und Sarah Har­vey von INFORM.