REMID
Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e. V.
Was ist ein Kontext? Kulturwissenschaftliche Perspektiven aus Theologie und Religionswissenschaft
Der Begriff „Kontext“ gehört zu den zentralen Begriffen der Geistes‑, Kultur‑, Sozial- und Religionswissenschaften. Zugleich bleibt häufig unklar, was genau unter einem Kontext verstanden wird. Ist Kontext der historische, soziale, materielle oder kulturelle Hintergrund eines Phänomens? Entsteht Kontext erst durch Interpretation? Welche Rolle spielen Medien und Materialien bei der Herstellung und Veränderung von Kontexten? Und wie beeinflusst das jeweilige Kontextverständnis wissenschaftliche Forschung?
Insbesondere in der Interkulturellen Theologie und Religionswissenschaft wird der
Begriff häufig verwendet, um die Einbettung religiöser Praktiken, Diskurse und Wissensformen in kulturelle, gesellschaftliche und historische Zusammenhänge zu beschreiben. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen in den Medienwissenschaften, dass Kontexte nicht nur gegeben sind, sondern durch mediale Prozesse, technische Infrastrukturen und kommunikative Praktiken kontinuierlich erzeugt, verändert und neu verhandelt werden.
In dem Workshop soll daher der Begriff des Kontextes selbst zum Gegenstand der Reflexion gemacht werden, um seine Bedeutung für aktuelle Forschungsprojekte zu diskutieren.
Organisation und Leitung:
Prof. Dr. Claudia Jahnel (Universität Hamburg), Prof. Dr. Stefanie Burkhardt (Universität Hamburg), Dr. Simon Wiesgickl (FAU Erlangen-Nürnberg)
Ablauf
Freitag, 23.10.2026
11–15 Uhr: Erste Workshoprunde (Gorch-Fock-Wall 7, Fachbereich Evangelische Theologie UHH)
17.00–19.30 Uhr: Abendveranstaltung (Impulsvorträge zum Thema „Kontext“ von Andreas Nehring, Ursula Baatz und Michael Biehl mit Book Launch „Religion– Macht–Kultur“ und Sektempfang, St. Ansgar-Haus, Hamburg)
Samstag, 24.10.,
9–13 Uhr: Zweite Workshoprunde (Gorch-Fock-Wall 7, Fachbereich Evangelische Theologie UHH)
Im Workshop stellen Promovierende und Postdocs aus den Fächern Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft ihre aktuellen Forschungsprojekte vor. Im Zentrum steht dabei nicht primär der Forschungsgegenstand, sondern die Frage: „Wie verstehe ich Kontext in meinem Forschungsprojekt?“
Die Teilnehmenden sind eingeladen, in kurzen Präsentationen (ca. 10–15 Minuten) zu erläutern:
- Welcher Kontextbegriff ihrer Forschung zugrunde liegt,
- welche Kontexte für ihren Untersuchungsgegenstand relevant sind,
- wie „Kontext“ methodisch und theoretisch erfasst wird,
- welche Herausforderungen oder Fragen sich aus der Beschäftigung mit dem
Kontext ergeben.
Promovierende und Postdocs, die gern die Frage nach dem Kontext für ihr eigenes aktuelles Forschungsprojekt reflektieren und gemeinsam diskutieren wollen, reichen bitte ein kurzes Abstract (200–500 Wörter) ein, aus dem hervorgeht, an welchem Projekt gearbeitet wird und wie das Thema „Was ist ein Kontext?“ reflektiert werden soll.
Wir laden insbesondere auch internationale Nachwuchsforschende zu Einreichung und Präsentation ein. Abstracts und Präsentationen sind willkommen in Deutsch oder Englisch.
Schicken Sie die Abstracts bis zum 15.8.2026 unter Angabe Ihres Namens, Projekttitels und Ihrer institutionellen Anbindung an:
stefanie.burkhardt@uni-hamburg.de
Eine Rückmeldung erfolgt bis zum 31.8.2026.
