Grafiken und Daten zur Mitgliedschaft der Religionen in Deutschland

Letzte Aktualisierung: Juli 2013

Die von REMID vorgelegte Übersicht zu den Mitgliedszahlen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in Deutschland ist die umfassendste Übersicht zu einzelnen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Viele interessiert allerdings nicht nur der Ist-Stand, sondern auch die Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Andere wiederum möchten eine Übersicht über die Größenverhältnnisse der verschiedenen Religionen zueinander.
Dafür bieten wir in tabellarischer Form verschiedene Datenreihen und in grafischer Form entsprechende Aufbereitungen an. Die Erhebung und Pflege der Daten erfordet jedoch einen kontinuierlichen Aufwand. Während wir die zu Grunde liegenden Dateienreihen auf Anfrage kostenlos abgeben, müssen wir jedoch für die grafischen Aufbeeitungen eine Schutzgebühr erheben.

Zur Bewertung der Daten beachten Sie bitte auch die unten stehenden Hinweise sowie die Erläuterungen zur REMID-Statistik (Link am Ende der Seite)

Daten und Aufbereitungen

Religionsgemeinschaften in Deutschland

  • Tortendiagramm mit absoluten Werten in Millionen. Bezugsjahr: 2011
  • Tortendiagramm mit prozentualen Werten. Bezugsjahr: 2011
  • Säulendiagramm mit absoluten Werten in Millionen. Bezugsjahr: 2011
  • Datenblatt mit den zu Grunde liegenden Werten

Das Bezugsjahr – zur Zeit 2011 – ist immer das Jahr, für das die aktuellsten offiziellen Daten der beiden großen christlichen Kirchen vorliegen.

Judentum

  • Säulendiagramm mit absoluten Werten für 1955 bis 2011 in 2-Jahres-Schritten
  • Datenblatt mit jährlichen Angaben 1955 bis 2011

Islam

  • Säulendiagramm mit absoluten Werten für 1945 bis 2003, 1945 bis 1997 mit ausgesuchten Jahren, ab 2000 jährlich
  • Datenblatt mit den zu Grunde liegenden Werten (Bezugsjahr 2008)

Christentum

  • Säulendiagramm für die Bundesrepublik Deutschland für 1950 bis 1989, 5-Jahres-Schritte
    Evangelische Landeskirchen und Römisch-Katholische Kirche
  • Säulendiagramm für die DDR für 1950 bis 1989, ausgewählte Jahre
    Evangelische Kirche und Römisch-Katholische Kirche
  • Säulendiagramm für Deutschland 1990 bis 2011 nach Jahren
    Evangelische Landeskirchen und Römisch-Katholische Kirche
  • Datenblatt mit den zu Grunde liegenden Werten

REMID-Grafiken

Grafik: Religionsstatistik
Übersicht Deutschland
(2011, in Millionen und in Prozentwerten)

Grafik: Religionsstatistik

Übersicht Deutschland
(2011, in Millionen)

Grafik: Religionsstatistik
Mitglieder jüdischer Gemeinden (1955-2011)

Grafik: Religionsstatistik
Muslime in Deutschland (1945-2008)

Grafik: Religionsstatistik
Kirchenmitgliedschaft in der Bundesrepublik Deutschland (1950-1989)

Grafik: Religionsstatistik
Kirchenmitgliedschaft in der DDR (1950-1989)

Grafik: Religionsstatistik
Kirchenmitgliedschaft in Deutschland (1990-2011)

Bezug, Nutzungsrechte, Schutzgebühr

Formate

Die Datenblätter und Grafiken sind über die REMID-Geschäftsstelle erhältlich. Die Datenblätter werden als PDF-Datei abgegeben. Die Grafiken sind in folgenden Formaten verfügbar:

  • PDF, A4
  • JPG, Größe: 800 x 493 Pixel, Auflösung: 300 dpi, Farbskala: RGB
  • TIFF, Auflösung: 300 dpi, Farbskala: RGB, CYMK
  • Overhead-Folie

Angebote und Schutzgebühr

  • Datenblätter: kostenlos
  • PDF-Datei. Ausdruck, Kopieren, Bearbeitung möglich.2,00 € je Datei, mindestens 8,00 €
  • JPG-Datei
    2,00 € je Datei, mindestens 8,00 €
  • Farbkopie auf Overheadfolie
    2,50 € je Blatt, mindestens 8,00 €. Zusendung per Post

Für PDF-Dateien ist der Acrobat Reader ab Version 6.0 oder ein kompatibles Programm erforderlich. Die Zustellung der Datei(en) erfolgt nach Zahlungseingang per eMail

Zahlungsabwicklung

Bitte teilen Sie der REMID-Geechäftsstelle mit, welche kostenlosen Datenblätter oder kostenpflichtigen Grafiken Sie beziehen möchten. Überweisen Sie den anfallenden Betrag (mind: 8,00 €, Datenblätter: kostenlos) auf folgende Bankverbinudung:
REMID e. V., Kto. 100 11 990, BLZ 533 500 00 (Sparkasse Marburg-Biedenkopf)

Nach Zahlungseingang erhalten Sie die gwünschten Datei(en). Mit einem Vermerk “Spende” ist die Zahlung steuerlich absetzbar. Ohne den Vermerk erhalten Sie auf Wunsch eine Rechnung. Bitte kündigen Sie in jedem Fall Ihre Zahlung vorab an.

REMID-Mitglieder erhalten einen Nachlass von 25 Prozent und sind von der Mindestgebühr befreit.

Link und Pfeil: nach oben

Nutzungsrechte

Die Nutzung der Grafiken ist nur für den privaten Gebrauch gestattet (z. B. bei Vorträgen, zur Einbindung in Präsentationen, als Zitat in wissenschaftlichen Arbeiten). Die Weitergabe an Dritte und die eigene Verfügbarmachung in elektronischer Form, insbesondere auch die eigene Publikation im Internet, ist hingegen nicht erlaubt bzw. bedarf der gesonderten Zustimmung von REMID.
Die Nutzung und weitere Verwendung der Datenblätter und der darin enthaltenen Daten ist unter Angabe der Quelle frei.

Hinweise zu den Datenreihen und Übersichten

Beispiel-Grafik: Religionen in Deutschland (Tortendiagramm), schwarz-weiß

Diese Schwarz-Weiß-Grafik ist ein Muster des Tortendiagramms für Religionen in Deutschland mit Bezugsjahr 2007 (nicht aktuell!). Bestellen Sie bitte die derzeit gültige Farbversion oder das entsprechende kostenlose Datenblatt.

Religionspluralismus

Die Übersicht zur Mitgliedschaft in Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in Deutschland orientiert sich an Gemeinschaften mit einem eher fest umrissenen Kreis von Mitgliedern oder Anhängern. Die Angaben beruhen teilweise auf Schätzungen.
Die Verteilung zeigt etwa gleich große Anteile für die evangelischen Landeskirchen, die Römisch-Katholische Kirche sowie für die Kategorie “Konfessionslos / keine Zuordnung”. Bei den großen Kirchen muss bedacht werden:

  • Als Volkskirchen haben sie eine andere Struktur und Mitgliederbindung wie die als Gruppenkirche zu charakterisierenden christliche Freikirchen und Sondergemeinschaften, und viele der neueren religiösen Bewegungen
  • Die vorhandene innerkirchliche Pluralität kann hierbei nicht abgebildet werden.

Christliche Freikirchen (etwa Baptisten, Pfingstgemeinden) sind hier zusammen mit sog. Sondergemeinschaften (etwa Zeugen Jehovas, Mormonen) zusammengefasst. Bei allen Unterschieden der Theologie, der ökumenischen Zusammenarbeit und der gesellschaftlichen Anerkennung repräsentieren sie doch gemeinsam das Spektrum christlicher Religiosität außerhalb der evangelischen und katholischen Volkskirche auf der einen und der orthodoxen / orientalischen Kirchen auf der anderen Seite. Unbeschadet von Abgrenzungsfragen, die auch in und zwischen den Gemeinschaften selbst ausgetragen werden, wird hier das christliche Potenzial sichtbar, das unabhängig von herkömmlichen kirchlichen Strukturen existiert.

Der Bereich “Neue Religionen / Esoterik” ist mit einer Millionen Anhängern eher eng gefasst und bezieht sich ebenfalls auf organisierte Gemeinschaften bzw. Menschen mit engeren Bindungen an eine einzelne Strömung. Zu bedenken ist, dass insbesondere im Bereich alternativer Spiritualität ein hohes Maß an Fluktuation und losen Bindungen zu beobachten ist. Nimmt man diese Art von Religiosität / Spiritualität hinzu, beläuft sich die Anhängerschaft alternativer religiöser Angebote auf ca. zwei bis drei Millionen Menschen, ohne dass hier eine organisatorisch fassbare Größe benannt wäre.

Die letzte Bemerkung verweist auf die grundsätzliche Möglichkeit, dass Menschen “offiziell” bestimmten Religionsgemeinschaften angehören können, und dabei dtrotzdem alternative religiöse Angebote wahrnehmen, etas aus dem Bereich asiatischer Religiosität oder neuer spiritueller Bewegungen.

Unabhängig davon spiegeln die Daten die sich pluraler gestaltende religiöse Situation in Deutschland wider, die jedoch zugleich die weiterhin bestehende große Bedeutung der beiden christlichen Volkskirchen aufzeigt, die auch nicht dadurch geschmälert wird, dass nicht alle Kichenmitglieder die christlichen Lehren teilen oder gar in ihrer Kirche aktiv sind. Demgegenüber muss betont werden, dass die konfessionelle Zweiteilung Deutschlands fortbesteht. Sie wird auch von den hier verbreiteten Grafiken und Zahlen nicht abgebildet: In den westlichen Bundesländern sind weiterhin knapp 75 Prozent der Menschen Mitglied in der evangelischen oder katholischen Kirche, während in den sog. neuen Bundesländern der Anteil auf unter 20 Prozent geschrumpft ist.

Judentum

Juden, die seit den 1990er Jahren auf Grund von Zuwanderung aus Osteuropa nach Deutschland gekommen sind, aber auf Grund ihrer Abstammung oder ihrer säkularen Haltung nicht Mitglied in einer Gemeinde sind / sein können, sind nicht erfasst. Sie machen ca. 80.000 bis 100.000 Juden aus, die in der Regel aber ihre Religion nicht leben und oftmals auch nicht kennen. In der Datenreihe Judentum sind nur die Mitgliedszahlen der Gemeinden erfasst, die über ihre Geminden oder Landesverbände Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland sind. Hinzu kommen etwa 3.000 Mitglieder in Gemeinden liberaler Juden.

Islam

Auch die kumulierte Zahl von derzeit 4 Mio. Muslimen kann die innerislamische Pluralität nicht widerspiegeln. In der Gesamtzahl sind auch die Gläubigen der Sondergemeinschaften (Ahmadiyya; Aleviten) enthalten.
Die Datenreihe von 1945 bis 1997 beruht auf Zahlen, die das Zentralinstitut Islam-Archiv Soest veröffentlicht hat. Das Zentralinstitut erhebt seine Angaben durch Umfragen, Schätzungen und Hochrechnungen. Die Angabe von 1987 ist valide, da sie auf Ergebnissen der amtlichen Volkszählung beruht. Die Angaben ab 2000 basieren auf der Auswertung verschiedener Quellen. Weil das Zentralinstitut des Islam-Archivs die neue Zahl von 3,5 Mio. Muslimen erst für 2007 / 2008 veröffentlich hat, findet sich in den hier angebotenen Übersichten zum Teil die noch auf das Jahr 2006 bezogene Zahl von 3,3 Mio. Muslimen. Diese Zahlen wurden korrigiert durch eine BAMF-Studie zum Islam in Deutschland von 2009 (PDF).

Bezugsjahr der Gesamtübersicht

Die kumulierten Daten zu den nichtchristlichen Religionen beziehen sich auf Angaben, die sich mehrheitlich zwar auf 2006 / 2007 / 2009 / 2011 beziehen, zum Teil aber auch auf frühere Jahre. Im Gesamtbild und unter Berücksichtigung der Entwicklung bei einzelnen Religionen, Strömungen oder Gemeinschaften bilden die zusammengefassten Werte der Gesamtübersicht jedoch die angegebene Situation für 2010 im Rahmen einer – niedrigen – Toleranz zuverlässig ab.

Zeitreihen weiterer Religionsgemeinschaften

Außer den beiden großen christlichen Kirchen und den jüdischen Gemeinden verfügen nur wenige Gemeinschaften über verlässliche, regelmäßig erhobene Angaben zur Entwicklung ihrer Mitglieder oder Anhänger. Insbesondere die Schätzungen bei neuen religiösen Gemeinschaften haben sich für die Vergangenheit häufig als unzutreffend, weil zu hoch angesetzt, erwiesen. Es könnten deshalb zwar für einzelne Religionsgemeinschaften Zeitreihen erstellt werden, doch zusammengefasste Daten wären nicht verlässlich, da sie eher den Kenntnisstand der jeweiligen Zeit oder das Ergebnis singulärer Erhebungen mit unterschiedlichen Methoden wiedergeben als dass sie zuverlässig eine Gesamtentwicklung abbildeten.

REMID verfügt für einzelne Gemeinschaften über Angaben aus früheren Jahren. Gerne können weitergehende Daten im Auftrag recherchiert werden.

Regionale Angaben

Das Interesse an aktuellen regionalisierten Daten ist groß. Bereits die Gemeinschaften selbst verfügen aber in der Regel nicht über solche Zahlen. Selbst die amtliche Statistik gibt immer wieder auch die Mitgliedszahlen der großen christlichen Kirchen nach deren Verwaltungseinheiten wieder, nicht aber nach den politischen Grenzen. Die EKD weist darauf hin, dass die Zahlen für Westdeutschland bis 1960 ohne West-Berlin erhoben sind. Für die nichtchristlichen Religionen, das gilt auch für den Islam, sind regionale Daten meist nur durch Schätzungen zu ermitteln. Deshalb kann REMID selbst zurzeit keine regionalen Daten zur Verfügung stellen.

Für einzelne Religionsgemeinschaften liegen wissenschaftliche Studien zu ihrer regionalen Verteilung vor. Die REMID-Geschäftsstelle kann auf Anfrage hierüber Auskunft geben. Ebenso kann REMID im Auftrag regionale Daten recherchieren.

Aktualisierungen

Die Gesamtübersicht der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften wird kontinuierlich ergänzt. Entsprechend werden auch die hier angebotenen Aufbereitungen aktualisiert. Gerne nehmen wir Anregungen und Hinweise auf, um die Validität, Vollständigkeit und Aktualität der von REMID verbreiteten Angaben weiter zu erhöhen.

Historische Statistiken

Religiöser Pluralismus ist keine neuartige Erscheinung. Wie die Mitteilungen der Grossherzöglichen Hessischen Zentralstelle für Landesstatistik von 1910 zeigen, gab es auch damals bereits Buddhisten und Muslime im Gebiet, neben deren überschaubaren Anteilen allerdings bereits eine beachtliche Vielzahl christlicher Freikirchen und Sondergemeinschaften. Aus dem REMID-Archiv wurde die Beilage der Darmstädter Zeitung aus dem November 1911 digitalisiert:

Pfeil nach rechts Hess. Landesstatistik 1910 (mit Vergleichszahlen von 1905).

Häufige statistische Anfragen

Einige häufig gestellte Fragen wurden an anderem Ort beantwortet. So finden statistische Interessen für einzelne Städte in der Pfeil nach rechts Liste des Projektes Lokaler Religionsforschung.
Die Frage nach der Religionsverteilung weltweit wurde im November 2011 im REMID-Blog behandelt: Pfeil nach rechts Wer zählt was? Statistiken aller Religionen der Welt und ihre Probleme.
Einen Überblick über Spiritualitätsstudien liefert ein Artikel vom März 2012: Pfeil nach rechts Spirituelle Atheisten? Statistische Einblicke in aktuelle Formen weltanschaulicher Selbst-Verortung.
Ebenso im Blog beantwortet wurden Fragen nach Pfeil nach rechts Konvertiten in den Islam oder: Pfeil nach rechts “Wer sind die Konfessionsfreien?”.

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