REMID unterstützt RelBib – die neue „Religionswissenschaftliche Bibliographie“

relbibDie neue „Religionswissenschaftliche Bibliographie“ RelBib ist nun endlich – in einer Alpha-Version – online! Diese umfassende bibliografische Datenbank enthält Aufsätze aus überwiegend religionswissenschaftlichen Zeitschriften. Darüber hinaus können auch religionswissenschaftlich relevante Monografien, Datenbanken und andere Medienarten in RelBib recherchiert werden.

Sukzessive werden weitere Zeitschriften in die Aufsatzerschließung übernommen. In der alphabetischen Übersicht der Zeitschriften können Sie sich über den aktuellen Stand der Auswertung informieren.

Ein besonderes Feature von RelBib stellt die Verfügbarkeitsanzeige dar: Damit lässt sich schnell prüfen, ob und an welchem Standort eine Zeitschrift, ein Aufsatz oder ein Buch vorhanden ist. Wenn es lizenzrechtlich möglich ist, kann direkt auf elektronisch vorliegende Volltexte zugegriffen werden.

RelBib wird als kostenloses Open-Access-Angebot an die weltweite Fachcommunity der Religionswissenschaft von der Universitätsbibliothek Tübingen herausgegeben und entsteht in Zusammenarbeit mit IxTheo. Die Betreuung der Datenbank erfolgt im Rahmen des Fachinformationsdienstes (FID) „Religionswissenschaft“.

Eine Zusammenarbeit von REMID und RelBib ist geplant.

http://www.relbib.de

14. Juni 2017: Islamische Creative Cities? Neue Museen und kreativpolitische Strategien in der Golfregion. Danijel Cubelic (Heidelberg)

ram-katze„Islamische Creative Cities? Neue Museen und kreativpolitische Strategien in der Golfregion“

Vortragender ist Danijel Cubelic (Heidelberg):
http://www.zegk.uni-heidelberg.de/…/mita…/pages/cubelic.html

Die Veranstaltung beginnt mit einer themenbezogenen Führung durch die Religionskundliche Sammlung um 18.00 Uhr; der Themenabend ca. 18.15 Uhr.

Eintritt frei.

„Religion am Mittwoch“ ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit von REMID, dem Fachgebiet Religionswissenschaft und der Religionskundlichen Sammlung in Marburg.
Sie findet immer am ersten Mittwoch eines Monats im Seminarraum des Fachgebiets Religionswissenschaft (1. Stock) und in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung (Landgraf-Philipp-Str. 4) statt. In ihr stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter von religionsbezogenen Projekten und Religionsgemeinschaften ihre aktuellen Arbeitsbereiche durch Vorträge, Reiseberichte, Filme oder über Diskussionsrunden vor.

Statement von EASR / IAHR zur Gründung einer „European Academy of Religion“

In unserer Satzung (§2) steht: „Religionswissenschaftlich arbeiten heißt, eine Religion oder religiöse Gemeinschaft empirisch und historisch-wissenschaftlich zu erforschen, Aussagen und Ergebnisse werden unabhängig von religiösen Anschauungen und Überzeugungen erstellt“. In den jüngst veröffentlichten „Häufig gestellten Fragen“ wird das noch etwas genauer ausgeführt: „Das dabei satzungsgemäße Ziel, ‚ein friedliches und tolerantes Zusammenleben der Menschen und der verschiedenen Religionen‘ zu befördern, ist neben einer allgemeinen Orientierung an den Vorgaben der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) [Mitglied der unten erwähnten EASR; Anm.] der Ausgangspunkt für Überlegungen, zum Beispiel diskriminierende Elemente in Religionsbeschreibungen zu problematisieren oder einseitige Methoden, welche religiöse Urteile inkludieren, zurückzuweisen“; „Es ist eine Folge der Reflexion wissenschaftlicher Verantwortung, dass eher differenzierende Positionen überwiegen und Essenzialisierungen Absagen erteilt werden“.

Um ein solches Selbstverständnis von Religionswissenschaft geht es auch in einem kürzlich erschienenen „Joint statement on the European Academy of Religion by the European Association for the Study of Religions (EASR) and the International Association for the History of Religions (IAHR)“:

The EASR and the IAHR have a shared perspective on religion as an object of scientific research and scholarship. Our perspective is global and embraces historical studies as well as research on contemporary developments. As stated in their respective constitutions, the EASR and the IAHR promote and welcome in their conferences all forms of research on religion that are carried out in an impartial and non-confessionally motivated manner.

[…]

The European Academy of Religion is based at the Fondazione per le scienze religiose Giovanni XXIII, an institute located in Bologna supported by private donations and the Italian state. Despite its name, we regard this Academy as not representing the non-confessionally based and globally oriented approach that is essential to the study of religions as an academic discipline.

[…]

The pursuit of normative theology and engagement in interreligious conversation are legitimate activities in their proper context, but they fall outside the generally accepted definition of the study of religions as a field of evidence-based research. (The empirical study of such activities is, naturally, a valid topic of research in the study of religions.).

Pfeil nach rechts Webseite der International Association for the History of Religions (IAHR)
Pfeil nach rechts Webseite der European Association for the Study of Religions (EASR)
Pfeil nach rechts Webseite der European Academy of Religion (EuARe)

Neue Kurzinformation Religion: Daoismus

Eine neue Kurzinformation Religion zum Thema „Daoismus“ ist erschienen:

daoismusDaoismus (in älterer Umschrift Taoismus) gilt in China als eine der Drei Lehren (sānjiào) neben Konfuzianismus und Buddhismus. Er ist außerdem bei Überseechinesen sowie in Malaysia, Singapur, Vietnam, Japan und Korea verbreitet. Der Begriff leitet sich ab von der Schrift Dàodéjīng, die Lǎozǐ (4. Jh. v.chr.Z.*) zugeschrieben wird. Dào bedeutet „Weg“, „Sinn“, „Prinzip“ oder „Fluss“; ist „Tugend“, „Kraft“ oder „Leben“; Jīng ein Leitfaden oder eine klassische Textsammlung. Das erste Kapitel beginnt mit dem Doppelvers: „Das Dao, das mitgeteilt werden kann, ist nicht das ewige Dao“…

 

* v.chr.Z. nach Julia Dippel, „Altes erhalten – Neues gestalten?“, in: Beinhauer-Köhler, Franke, Frateantonio (Hrsg.): „Religion, Raum und Natur“,Münster: Lit (im Druck).

Pfeil nach rechts Daoismus (HTML)
Pfeil nach rechts Daoismus (PDF, ca. 114 KB)
Pfeil nach rechts Rubrik „Kurzinformation Religion“

Neuerungen auf unseren Seiten

REMID hat inzwischen sehr viele gute Artikel, Zusammenstellungen und Interviews mit Bezug zum Islam veröffentlicht. Daher haben wir eine Themenseite Islam zusammengestellt (im Menü unter der Rubrik Information).

Neu ist auch die Übersichtsseite „Häufig gestellte Fragen“ in der Rubrik Verein.

Außerdem gibt es die Dokumentationen „Gott in den Bundestag“ (2002) und „Afrikanische Religionen und ihre Anerkennung in Deutschland“ (2011) ab sofort zum freien Download in der Rubrik Publikationen.

Kurzinformationen, Artikel oder Interviews zu bestimmten Religionsgemeinschaften sind jetzt auch in der Religions- und Weltanschauungsstatistik verlinkt. Dort finden Sie im übrigen seit einiger Zeit auch die Unterseiten „Außerhalb unserer Datenreihen: REMID-Grafiken unter Creative-Commons-Lizenz“ und eine „Auswahl von Zahlen zu Religionen international (zum Vergleich)“ sowie Referenzen auf die „REMID-Statistik in Medien und Forschungsliteratur (Auswahl)“.

Vortrag am 19. April: Christentum im Irak. Reiches Erbe und bedrohte Gegenwart

ram-logoVortragende ist Prof. Dr. Karl Pinggéra (Marburg).

Die Veranstaltung beginnt mit einer themenbezogenen Führung durch die Religionskundliche Sammlung um 18.00 Uhr; der Themenabend ca. 18.15 Uhr.

Eintritt frei.

„Religion am Mittwoch“ ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit von REMID, dem Fachgebiet Religionswissenschaft und der Religionskundlichen Sammlung in Marburg.
Sie findet immer am ersten Mittwoch eines Monats im Seminarraum des Fachgebiets Religionswissenschaft (1. Stock) und in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung (Landgraf-Philipp-Str. 4) statt. In ihr stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter von religionsbezogenen Projekten und Religionsgemeinschaften ihre aktuellen Arbeitsbereiche durch Vorträge, Reiseberichte, Filme oder über Diskussionsrunden vor.

Das neue Programm finden Sie bereits hier. Der neue Flyer erscheint in Kürze.

Neue „Kurzinformation Religion: Salafismus“ von Nina Käsehage

Für eine „Kurzinformation Religion“ zum Thema Salafismus konnte REMID Nina Käsehage gewinnen (Religionswissenschaft Göttingen, vgl. auch HAZ 21.5.2016, Deutschlandfunk 1.7.2016, Deutschlandradio Kultur 21.9.2016, Maybrit Illner 12.1.2017, Stuttgarter Nachrichten 28.1.2017, Bayern 2 8.2.2017, Göttinger Tageblatt 9.2.2017):

salafismus

Salafismus

Innerhalb des sunnitischen Islams bezeichnet der Sammel­begriff Salafiyya reformfunda­menta­listische Strömungen, die sich auf al-Salaf, die Altvorderen, berufen. Unterschiedliche Auffassungen bestehen, ob der Wahabismus des Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703-1792) zum Salafismus zugerechnet werden kann, oder ob er Ende des 19. Jh. oder Mitte der 1920er in der arabischen Welt entstanden sei. In den 1990er Jahren kam es zur Ansiedelung salafistischer Zentren in spezifischen deutschen Regionen.

Bitte klicken Sie zum Lesen der vollständigen Kurzinformation auf diesen Link:
Pfeil nach rechts Salafismus (HTML)
Pfeil nach rechts Salafismus (PDF, ca. 90 KB)
Pfeil nach rechts Rubrik: Kurzinformation Religion

Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V. erhält Körperschaftsrechte

Hamm-Tempel-Farbgestaltung2014-11-02-13-07

Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel mit neu bemaltem Gopuram, 2014

Laut dem Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW.), Ausgabe 2017 Nr. 9 vom 28.2.2017 Seite 281 bis 292, mit einer Verordnung vom 14. Februrar 2017 wurden dem Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V. die Rechte einer Körperschaft des Öffentl. Rechts verliehen:

Torsten Haarmann: Hindu-Tempelverein als Kirche anerkannt, Westfälischer Anzeiger, 10. Feb. 2017.

Vergleiche auch die REMID-Statistik, nach welcher der Verein 2013 ca. 4.000 Mitglieder hatte und 23 tamilische Tempel in Deutschland vertrat. Das neue Datenblatt von 2017 rechnet mit 0,1 Mio. Hindus und Hinduisten in Deutschland.

2013 wurden zuletzt mit den Bahai und der Ahmadiyya Muslim Jamaat zwei nicht-christlichen Religionen Körperschaftsrechte verliehen. Siehe auch die REMID-Beiträge zum Stichwort „Körperschaft des Öffentlichen Rechts“.

Bild von Rainer Halama unter Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0.