Neue „Kurzinformation Religion: Salafismus“ von Nina Käsehage

Für eine „Kurzinformation Religion“ zum Thema Salafismus konnte REMID Nina Käsehage gewinnen (Religionswissenschaft Göttingen, vgl. auch HAZ 21.5.2016, Deutschlandfunk 1.7.2016, Deutschlandradio Kultur 21.9.2016, Maybrit Illner 12.1.2017, Stuttgarter Nachrichten 28.1.2017, Bayern 2 8.2.2017, Göttinger Tageblatt 9.2.2017):

salafismus

Salafismus

Innerhalb des sunnitischen Islams bezeichnet der Sammel­begriff Salafiyya reformfunda­menta­listische Strömungen, die sich auf al-Salaf, die Altvorderen, berufen. Unterschiedliche Auffassungen bestehen, ob der Wahabismus des Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703-1792) zum Salafismus zugerechnet werden kann, oder ob er Ende des 19. Jh. oder Mitte der 1920er in der arabischen Welt entstanden sei. In den 1990er Jahren kam es zur Ansiedelung salafistischer Zentren in spezifischen deutschen Regionen.

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Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V. erhält Körperschaftsrechte

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Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel mit neu bemaltem Gopuram, 2014

Laut dem Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW.), Ausgabe 2017 Nr. 9 vom 28.2.2017 Seite 281 bis 292, mit einer Verordnung vom 14. Februrar 2017 wurden dem Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel e.V. die Rechte einer Körperschaft des Öffentl. Rechts verliehen:

Torsten Haarmann: Hindu-Tempelverein als Kirche anerkannt, Westfälischer Anzeiger, 10. Feb. 2017.

Vergleiche auch die REMID-Statistik, nach welcher der Verein 2013 ca. 4.000 Mitglieder hatte und 23 tamilische Tempel in Deutschland vertrat. Das neue Datenblatt von 2017 rechnet mit 0,1 Mio. Hindus und Hinduisten in Deutschland.

2013 wurden zuletzt mit den Bahai und der Ahmadiyya Muslim Jamaat zwei nicht-christlichen Religionen Körperschaftsrechte verliehen. Siehe auch die REMID-Beiträge zum Stichwort „Körperschaft des Öffentlichen Rechts“.

Bild von Rainer Halama unter Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0.

Vernetzungstreffen für Religionswissenschaftler im Beruf

ribWer hat Religionswissenschaft studiert, aber keine wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen? Am Samstag, 20. Januar 2018, findet im Wissenschaftsladen Bonn ein Vernetzungstreffen für Religionswissenschaftler/innen im Beruf statt. Wer aktuell oder künftig in Bereichen außerhalb der Wissenschaft arbeitet, ist herzlich eingeladen. Die Tagung dient dazu, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Interessen auszuloten. Das Programm wird Zeit für themen- bzw. berufsbezogenen Austausch in Foren bieten. Außerdem stehen zwei Vorträge zum Thema „Religionswissenschaftler im Beruf“ auf der Agenda. Weitere Details zur Veranstaltung entnehmen Sie folgendem PDF-Informationsblatt:

Informationen zum Vernetzungstreffen „Religionswissenschaftler im Beruf“
Projektseite „RiB“

Neue Datenblätter: Organisierte Konfessionsfreie und Yeziden als eigene Kategorien

Aktuell erhalten unsere Mitglieder den ersten Rundbrief im neuen Jahr 2017. Mit diesem erhalten die postalischen Empfänger die neue Kurzinformation zur Vineyard-Bewegung von Dr. Maren Freudenberg und außerdem die neuen Datenblätter und Grafiken für Bezugsjahr 2015. Dazu gibt es einen Aufsatz „Die religionspolitische Dimension von Statistik“. Wir verabschieden uns von der Kategorie der „Konfessionslosen“. Organisierte Konfessionsfreie und Yeziden werden dafür zu eigenen Kategorien bzw. Säulen im Diagramm (unsere Online-Statistik wurde entsprechend angepasst).

religionen-muster2017

Wir können im Projekt „Religionswissenschaftler im Beruf“ Herrn Christian Nettke im Team begrüßen.
Lesen Sie über unsere öffentliche Gesprächsrunde „Religion in Öffentlichkeit und Medien“ im vergangenen November und folgen Sie dem Link zur Audioaufzeichnung. Außerdem gibt es ein Interview zur Gülen-Bewegung und einen ausführlichen Nachrichtenüberblick über das 2. Halbjahr 2016 (nicht online). Außerdem erhalten Sie das Protokoll der vergangenen Mitgliederversammlung sowie den Geschäftsstellen- und Vorstandsbericht.

Ihr Christoph Wagenseil
REMID e.V., Vorstand

„Religion am Mittwoch“ – Globale Gurus: Wie ein hinduistisches Konzept transnational wird (1. Feb.)

rel.a.mi2016

Vortragende ist Vanessa Lange (Bern):
http://www.relwi.unibe.ch/ueber_uns/personen/ma_lange_vanessa/index_ger.html

Die Veranstaltung beginnt mit einer themenbezogenen Führung durch die Religionskundliche Sammlung um 18.00 Uhr; der Themenabend ca. 18.15 Uhr.

Eintritt frei.

„Religion am Mittwoch“ ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit von REMID, dem Fachgebiet Religionswissenschaft und der Religionskundlichen Sammlung in Marburg.
Sie findet immer am ersten Mittwoch eines Monats im Seminarraum des Fachgebiets Religionswissenschaft (1. Stock) und in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung (Landgraf-Philipp-Str. 4) statt. In ihr stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter von religionsbezogenen Projekten und Religionsgemeinschaften ihre aktuellen Arbeitsbereiche durch Vorträge, Reiseberichte, Filme oder über Diskussionsrunden vor.

Man vergleiche zum Thema: Globale Gurus: Indische Religionen auf Welttournee (2011; Interview mit Prof. Frank Neubert).

Vortrag am 25. Januar: ‚Sekten‘ und die (Un-)Möglichkeit wissenschaftlich-säkularer Neutralität (Dr. Christiane Königstedt)

Am nächsten Mittwoch, den 25. Januar 2017, 18:15 Uhr, hält REMID-Vorstandsbeisitzende Dr. Christiane Königstedt (Universität Leipzig) im Seminarraum der Religionswissenschaft und Religionskundliche Sammlung Marburg einen Gastvortrag zum Thema „‚Sekten‘ und die (Un-)Möglichkeit wissenschaftlich-säkularer Neutralität“:

Der Anspruch größtmöglicher wissenschaftlicher Neutralität bei der Erforschung von Religion(en) in Gegenwartsgesellschaften trifft auf diverse Herausforderungen. Besonders in Bezug auf öffentlich kontrovers diskutierte Religionsgemeinschaften bedarf die Auswertung der verschiedenen Quellen verstärkter Reflektion, und die öffentlichen Debatten, die informativ von Konfliktparteien selektiv und verzerrt gespeist werden, müssen gegenüber wissenschaftlich empirischen Daten immer wieder abgeglichen werden. Alle Beteiligten, und letztendlich auch die Forscher, sind hier, bewusst oder unbewusst, auch politische Akteure die mit Ihren öffentlichen Beiträgen Wirkungen erzielen und das zu erforschende Feld beeinflussen. Inwiefern ist vor diesem Hintergrund wissenschaftliche Neutralität möglich und überhaupt sinnvoll, wie kann dies forschungspraktisch umgesetzt werden, welche methodologischen und reflexiven Fallstricke können bis jetzt identifiziert werden mit welchem analytischen Rahmen kann dieser grundlegenden Problematik sinnvoll begegnet werden? Am Beispiel der über mehrere Jahrzehnte massiv eskalierten französischen Diskussion um Neue Religiöse Bewegungen – „Sekten“ – wird Dr. Christiane Königstedt (Universität Leipzig) diese Fragen im Rahmen des öffentlichen Abendvortrags diskutieren.

Man vergleiche zum Thema auch das Interview Gott in Frankreich: Ein Fall von bedingter Religionsfreiheit (2013) und „Die Sache mit der Religionsfreiheit. 25 Jahre REMID: Bericht zur Jubiläumstagung“ (2014).

Die zugehörige Publikation gibt es beim transcript-Verlag: Frankreich und seine Sekten. Konfliktdynamiken zwischen Katholizismus, Laizismus und Religionsfreiheit (2016).

Vortrag am 11. Januar: Deutsche, Christen, Einwanderer? Russlanddeutsche Aussiedler in freikirchlichen Gemeinden

rel.a.mi2016Morgen geht es mit „Religion am Mittwoch“ auch 2017 weiter. Dr. Frederik Elwert aus Bochum spricht über „Deutsche, Christen, Einwanderer? Russlanddeutsche Aussiedler in freikirchlichen Gemeinden“.

Vortragender ist Dr. Frederik Elwert (Bochum):
http://www.ceres.rub.de/de/people/details/frederik-elwert/

Die Veranstaltung beginnt mit einer themenbezogenen Führung durch die Religionskundliche Sammlung um 18.00 Uhr; der Themenabend ca. 18.15 Uhr.

Eintritt frei.

„Religion am Mittwoch“ ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit von REMID, dem Fachgebiet Religionswissenschaft und der Religionskundlichen Sammlung in Marburg.
Sie findet immer am ersten Mittwoch eines Monats im Seminarraum des Fachgebiets Religionswissenschaft (1. Stock) und in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung (Landgraf-Philipp-Str. 4) statt. In ihr stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter von religionsbezogenen Projekten und Religionsgemeinschaften ihre aktuellen Arbeitsbereiche durch Vorträge, Reiseberichte, Filme oder über Diskussionsrunden vor.

Neues Projekt „Religionswissenschaftler im Beruf“ (RiB) bewilligt – Werkauftrag wird ausgeschrieben

REMID hat sich erfolgreich bei der Ausschreibung „Religionswissenschaft in der Öffentlichkeit“ der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) beworben und wird in Kooperation mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum sowie dem Wissenschaftsladen Bonn (WiLa) das Projekt „Religionswissenschaftler im Beruf“ (RiB) durchführen. Das Projekt hat das Ziel, Religionswissenschaftler_innen in nicht-wissenschaftlichen Berufsfeldern zu vernetzen. Weitere Informationen finden Sie auf der neu eingerichteten Projektseite. Im Rahmen des Projekts wird REMID zielgruppen- und bedarfsorientierte Angebote zur Vernetzung und Information schaffen. Zu diesem Zweck wird ein Vernetzungstreffen am 20. Januar 2018 stattfinden, um den Austausch zu initiieren sowie konkrete Bedarfe und zielgruppenspezifische Interessen zu eruieren. Für die Vorbereitung und Organisation des Treffens, insb. die Recherche von potenziellen Interessenten, wird ein Werkauftrag ausgeschrieben, der vom CERES-Wissenstransfer finanziert wird. Die Ausschreibung finden Sie hier:

Pfeil nach rechts Ausschreibung Werksvertrag (PDF; 158 kb)
Pfeil nach rechts Projektseite „Religionswissenschaftler im Beruf“ (RiB)
Pfeil nach rechts Projekte von REMID

Neue Kurzinformation zur Vineyard-Bewegung

Eine neue Kurzinformation konnte dank Dr. Maren Freudenberg (CERES Bochum) entstehen. Mit der Vineyard-Bewegung geht es dabei um eine jüngere Entwicklung im Christentum:

remid-vineyardVineyard Christian Fellowship entstand im Zuge der Jesus-People-Bewegung im Kalifornien der 1970er Jahre und wird auf zwei Gründer zurückgeführt. Der erste, Kenn Gulliksen, entwickelte sich nach einer Konversion­serfahrung im Alter von 14 Jahren zu einem überzeugten Anhänger neocharismatischer Praktiken, insbesondere der Zungenrede, und wurde später Pastor in der Calvary Chapel, einer wachsenden neocharismatischen Gruppierung. 1974 gründeten Gulliksen und seine Frau im kalifornischen Costa Mesa mit drei Bekannten die Vineyard Church als eine mit Calvary Chapel assoziierte Hauskirche, die in den folgenden Jahren rasant anwuchs. Der zweite Gründer, John Wimber, wird als zentralere Figur innerhalb der heutigen Vineyard wahrgenommen…

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Wenn Sie gerade über z.B. neocharismatischem Christentum oder die Pfingstbewegung arbeiten und eine Kurzinformation für REMID schreiben möchten, wenden Sie sich an info [at] remid [punkt] de. Empfohlen sei außerdem das Interview mit Dr. Sebastian Schüler und Martin Radermacher: Ambivalentes Verhältnis zur Moderne: Was ist eigentlich die Pfingstbewegung und warum ist sie global so erfolgreich?